Heimspieltag mit Moral – Spielbericht der 1. Frauen

Am großen Heimspieltag in der Hölle Süd empfingen die LSV Frauen am Samstagnachmittag die Füchse II. Trotz einer am Ende knappen 29:34-Niederlage zeigte das Team eine kämpferische Vorstellung, die großen Respekt verdient – und vor allem in der zweiten Halbzeit eindrucksvoll unter Beweis stellte, welches Comeback-Potenzial in dieser Mannschaft steckt.

Ein turbulenter Start

Von Beginn an war das Spiel von Tempo und gegenseitigen Nadelstichen geprägt. Die Gäste aus Reinickendorf starteten etwas besser und gingen früh in Führung (0:1, 0:36 Min.), doch der LSV ließ sich nicht beeindrucken und glich postwendend aus (1:1). Was folgte, war eine Anfangsphase voller Wechselführungen, in der beide Mannschaften auf Augenhöhe agierten. Beim Stand von 3:6 (7. Minute) hatten die Füchse erstmals etwas Luft – doch der LSV kämpfte sich hartnäckig zurück und stellte durch Treffer von Uli, Sonne und Josi den Anschluss her.

Beim 8:8 (15. Min.) war die Partie wieder vollständig ausgeglichen – ein Zeichen für die Qualität und den unbedingten Willen des Heimteams. Die erste Halbzeit verlief insgesamt wellig: Die Abwehr war bissig und machte sehr gut dicht, sodass die Gegner nur über Tempogegenstöße Tore erzielen konnten. Durch kleine Abstimmungsfehler sowie einigen Fehlpässen im Angriff, gelang dies den Gästen dann doch noch zu oft, sodass kurz vor der Pause die Füchse mit einer 20:16-Führung in die Kabine gingen – ein Rückstand, der zwar deutlich war, aber keineswegs das Ende der Geschichte bedeutete.

Comeback-Qualität in der zweiten Hälfte

Was die Frauen vom LSV in der zweiten Halbzeit zeigten, war bemerkenswert. Das Team startete mit einer neuen Energie und kämpfte sich Tor für Tor heran. Nach dem Anschlusstreffer zum 17:20 (33. Min.) folgten in rascher Folge weitere Treffer. Beim Stand von 20:22 (37. Min.) war der Rückstand auf nur noch zwei Tore geschrumpft – der Ausgleich schien greifbar!

Die Phase zwischen der 36. und 45. Minute war die stärkste Sequenz des LSV in diesem Spiel. Mit Tor um Tor, angeführt von einer nunmehr kompakten Defensive und schnellen Umschaltmomenten, arbeitete sich das Heimteam auf 24:25 heran (45. Min.) – ein Treffer fehlte zum Gleichstand! Die Bank war aufgeheizt, die Stimmung mitreißend und es wurde lauter in der Halle.

Knappe Entscheidung in der Schlussphase

In den finalen Minuten schlugen die Gäste zurück und nutzten ihre Tiefe im Kader sowie sichere Siebenmeter. Trotz des erneuten Rückstands gab der LSV nie auf und feuerte sich fleißig weiterhin an. Uli verwandelte kurz vor Schluss (59:36 Min.) noch per Siebenmeter zum 29:34 – ein letztes Aufbäumen einer Mannschaft, die bis zur allerletzten Sekunde alles gegeben hat.

Fazit

Das Ergebnis mag ernüchternd erscheinen, doch der Blick auf den Spielverlauf zeichnet ein völlig anderes Bild: Die Frauen des LSV haben gezeigt, dass sie in der Lage sind, auch gegen den stärksten und bisher ungeschlagenen Gegner der Liga (Füchse II) mitzuhalten und in entscheidenden Phasen zu begeistern. Die Aufholjagd in der zweiten Hälfte, der unbändige Kampfgeist und die Geschlossenheit des Teams sind das eigentliche Highlight dieses Spieltages. Dieser Auftritt ist eine starke Basis für die kommenden Spiele – weiter so, LSV! 💪